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Unternehmer & Mittelstand
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Infos zur Beratungsförderung
Von Dipl.-Kfm. Andreas Laux, Leiter des Beratungsdienstes
beim RKW Rheinland-Pfalz - Wie Sie die größten
Fehler in der Zusammenarbeit mit Beratern vermeiden und
damit die Effizienz der Beratung erhöhen!
©Wiedergabe bzw. Abdruck auch auszugsweise nur nach
vorheriger, schriftlicher Genehmigung
Ein Berater muss her! Wer den Entschluss gefasst hat, sich
beraten zu lassen, erwartet eine präzise Problemlösung
innerhalb kürzester Zeit. Zeitknappheit und ein unübersichtlicher
Beratermarkt erschweren jedoch die zielgerichtete Auswahl
des geeigneten Beraters.
Zur Lösung dieses Problems steht dem Unternehmer das
RKW zur Seite. Was aber kann der Unternehmer noch tun, damit
die Beratung möglichst erfolgreich verläuft?
1. das Rad nicht neu erfinden...
professionelle Dienstleistung in Anspruch nehmen
Der Begriff Unternehmensberater ist kein gesetzlich geschützter
Begriff und wer sagt Ihnen, dass Sie nicht einem besonders
versierten Verkaufsprofi aufsitzen? Hat der Berater überhaupt
entsprechende Branchenerfahrung, war er in dieser Branche
bereits erfolgreich tätig? Wählen Sie den, der
am Besten zu Ihnen passt und nicht den, der Sie am hartnäckigsten
kontaktiert. Erfinden sie das Rad nicht neu: Lassen Sie
sich qualifizierte Berater durch das RKW nennen. Wählen
Sie den Berater, der Ihnen auch persönlich sympatisch
ist und zu dem Sie Vertrauen haben.
2. Klare Zielvereinbarung
Wenn Sie die Aufgabenstellung ohne den neutralen RKW-Berater
direkt mit dem Unternehmensberater vereinbaren wollen, sagen
Sie ihm klar, welche Leistung Sie von ihm erwarten und was
nicht Gegenstand der Arbeit sein soll. Formulieren Sie statt
Aufgabenstellungen lieber Ziele und Meilensteine. Wer eine
allgemeine Beratung beauftragt, wird im Zweifel auch eine
solche bekommen. Prüfen Sie die Vertragsbestimmungen,
wann welche Vergütung fällig wird. Ist Ihr Berater
z.B. gegen fehlerhafte Beratung versichert ? Papier ist
zwar kein Maßtab für eine erfolgreiche Beratung.
Ohne qualifizierte Dokumentation haben Sie jedoch keine
Möglichkeit, Ziele und Zielerreichung zu einem späteren
Zeitpunkt objektiv abzugleichen. Verzichten Sie deshalb
nicht auf eine saubere Dokumentation der Arbeitsergebnisse.
3. Bereiten Sie sich vor!
Zugegeben: Vorbereitung kostet Zeit. Nicht vorbereitet zu
sein, kostet jedoch noch mehr Zeit und damit letztlich Ihr
Geld. Wenn es sich z.B. um eine betriebswirtschaftliche
Analyse handelt, fordern Sie rechtzeitig die Zahlen von
Ihrem Steuerberater an, sofern Sie über diese nicht
selbst verfügen.
4. Abstimmung & Kommunikation
Erhöhen Sie die Akzeptanz und damit die Effizienz durch
eine frühzeitige Information Ihrer Mitarbeiter und
bauen Sie so auch mögliche Ängste ab. Beziehen
Sie auch frühzeitig die Hausbank mit ein. Sie demonstrieren
damit Offenheit und frühzeitige Problemerkennung.
5. sich frühzeitig beraten lassen
Eigentlich kennen wir das Prinzip von unserem Zahnarzt.
Wer sich erst dann beraten lässt, wenn es „nicht
mehr anders geht“, verschlechtert seine Position erheblich.
Externen Sachverstand frühzeitig einzukaufen bedeutet
mit geringem Aufwand möglichen, größeren
Schaden zu vermeiden. Prophylaxe statt Kuration gilt eben
auch im Unternehmen.
6. Coaching statt Blockberatung
Weniger ist manchmal mehr! Sie können den Erfolg weiter
erhöhen, in dem Sie sich regelmäßig und
in gewissen Zeitabständen beraten lassen. Coaching
statt Blockberatung lautet die Devise. Langfristige Begleitung
schützt im Übrigen auch vor der eigenen Bequemlichkeit,
die Beratung als erledigt abzuhaken. Das Vergessen wird
nämlich deutlich schwieriger, wenn der Berater zum
nächsten Termin nach der Umsetzung der gemeinsamen
Vereinbarungen fragt.....
Lassen Sie die Finger besser weg, wenn...
Lassen Sie sich nicht zu einer Beratung überreden,
bei der Sie ein schlechtes
Gefühl haben. Lassen Sie sich auf keinen Fall drängen,
denn der Kunde sind Sie!
Seriöse Berater haben es nicht nötig, Sie zu etwas
zu drängen.
Das Argument, dass die Beratung durch öffentliche
Mittel bezuschusst wird, gilt nicht, denn Ausgangslage im
Unternehmen ist ein bestimmter Beratungsbedarf, und nicht
die Existenz von Fördermitteln. Aus gutem Grund ist
der Zuschuss nie höher als der Eigenanteil.
...Ihnen der Berater unsympatisch ist, denn dann werden
es seine
Vorschläge in der Regel auch sein. Vorschläge,
die Sie aber nicht umsetzen
werden, brauchen Sie auch nicht in Auftrag zu geben.
...im Vertrag die Aufgabenstellung sehr allgemein formuliert
ist, die
Leistungsvergütung jedoch sehr präzise und eventuelle
Entschädigungen im
Rücktrittsfalle vorsehen sind.
....Sie den Eindruck haben, das es sich um eine stark standardisierte
Leistung handelt, die quasi auch Ihren Mitbewerbern angeboten
werden könnte.
Fragen Sie doch einfach nach, ob der Berater beim RKW
akkreditiert ist!
Was tun, wenn es zu spät ist?
Melden Sie Angebote die Ihnen unseriös erscheinen,
dem RKW Rheinland-Pfalz. Melden Sie auch, wenn Sie schlecht
beraten wurden.
siehe:
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